Musikalische Vielfalt im Evangelischen Dekanat Landshut - die Dekanatssynode 2022

Musik stand im Vordergrund bei der diesjährigen Dekanatssynode des evangelischen Dekanates Landshut in der Auferstehungskirche Landshut. Ein Mal im Jahr treffen sich die VertreterInnen aus den Kirchengemeinden des Dekanatsbezirkes, KirchenvorsteherInnen und PfarrerInnen und auch DiakonInnen, sozusagen das Parlament des Dekanates, zum Austausch und zur Beratung.

Entsprechend des Ausspruchs Martin Luthers: „Die Musik ist eine Gabe und ein Geschenk Gottes“, stand in diesem Jahr die Musik auf dem Programm. Das kirchenmusikalische Angebot ist in den elf Kirchengemeinden des Dekanats besonders reichhaltig. Alle Kirchengemeinden haben gute bis sehr gute Orgeln und viele haupt- und nebenberufliche KirchenmusikerInnen, die sich mit Vokal-, Gospel- und Posaunenchören, mit Bands und Musicals engagieren. Auch viele Pfarrerinnen und Pfarrer singen und musizieren leidenschaftlich und bereichern so das Gemeindeleben mit ihrem Können.

Nach der Begrüßung des Präsidiums der Dekanatssynode, dem auch MdL Ruth Müller angehört, begann die Dekanatssynode mit einem „Pop Up“-Chor, den alle etwa 50 Anwesende bildeten und der von Kirchenmusikdirektor Volker Gloßner angeleitet wurde. Liturgische Gesänge, wie Kyrie und das große Gloria, ein Vater- unser-Lied, ein „Freedom“-Song und noch einige weitere Lieder schallten am Morgen durch die Kirche. Volker Gloßner wusste die Anwesenden zu animieren und führte so locker und leicht durch die einzelnen Stücke, dass die Lust am Singen bei allen spürbar und hörbar war. Die einstudierten Gesänge wurden später im abschließenden festlichen Gottesdienst der Synode präsentiert. Dort spielte auch der Dekanatsposaunenchor unter Leitung von Peter Horsche.

 

Neben dem praktischen Singen ging es dann in kleineren Gesprächsgruppen und dem großen Plenum weiter um Musik. Dabei  standen Fragen, wie „Was empfinde ich bei Musik?“ und „Was ist bei der Musik in der Kirche wichtig?“, im Mittelpunkt. Anhand von einer im Vorfeld der Synode geführten Umfrage unter den Kirchengemeinden des Dekanates, wurde sichtbar, welch große Vielfalt an kirchenmusikalischen Angeboten es gibt und auch, welche Verbindungen ebenso zur weltlichen Musikwelt mit Vereinen, Chören und Musikschulen außerhalb der Kirche bestehen. Zwei kurze Impulsreferate zu Musik in der Kirche von Kirchenmusikdirektor Volker Gloßner und dem stellvertretenden Dekan, Pfarrer Michael Lenk, rundeten den thematischen Teil ab und regten zum Diskutieren an.

Fließend ging es dann in den offiziellen Teil über. Dekanin Dr. Nina Lubomierski blickte in ihrem Bericht auf die vergangenen Monate zurück. Sie schaute auf wichtige Ereignisse wie die PopUp-Kirche im Oktober in einem leerstehenden Geschäft der Neustadt, die zeigte, wie Kirche ganz nah unter den Menschen auf etwas andere Art sein konnte. Auch Herausforderungen der Kirche und wie man diesen, wie etwa den sinkenden Mitgliederzahlen, begegnen kann, kamen zur Sprache. Im Anschluss berichteten die unterschiedlichen Werke und Dienste aus ihren Arbeitsfeldern. Kirchenrat Oliver Spilker führte locker durch diesen Teil der Synode.

Mit einem festlichen Gottesdienst voller Musik ging die Dekanatssynode zu Ende, beschwingt und mit einem Lächeln verließen die meisten die Auferstehungskirche in Landshut in Richtung Wochenende.