Geschwisterlich verbunden: Ökumenischer Gottesdienst zur Einheit der Christen in St. Martin als Hoffnungszeichen

Gebet beim Gottesdienst zur Einheit der Christen
Bildrechte Lorenz Rieger

In großer ökumenischer Verbundenheit haben Christinnen und Christen am Sonntag, 27. Januar, in der St.-Martins-Kirche den Gottesdienst zur Einheit der Christen gefeiert.  Die Stadtkirche war gut gefüllt – ein sichtbarer Ausdruck dafür, wie eng die Landshuter Gemeinden über Konfessionsgrenzen hinweg zusammenstehen.

Eingeladen haben und vertreten waren die Evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten), die Evangelische Gesamtkirchengemeinde, die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, der Katholikenrat Landshut, die Koptisch-Orthodoxe Gemeinde Landshut sowie die Neuapostolische Kirche Landshut.  Stiftspropst Monsignore Dr. Franz-Joseph Baur freute sich in seiner Begrüßung über die vielen Gottesdienstbesucherinnen und -besucher: „Wer an diesem Abend dicht gedrängt beieinandersitze, tue dies als Zeichen geschwisterlicher Verbundenheit – und vielleicht auch ein wenig wegen der winterlichen Kälte.“

Als besonderer Dienst der Inklusion wurde der gesamte Gottesdienst von Debora Mittenentzwei mit Praktikantin in Deutsche Gebärdensprache übertragen, sodass auch gehörlose Menschen aktiv teilhaben konnten.  Dass gerade ein Gottesdienst zur Einheit der Christen barrierearm gefeiert wird, wurde von vielen Besucherinnen und Besuchern dankbar wahrgenommen.

Die Predigt hielt Pastor Jonathan Walzer von der Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde (Baptisten).  Ausgehend von Epheser 4,2–6 erinnerte er daran, dass Christinnen und Christen unterschiedlicher Traditionen einander in Demut, Friedfertigkeit, Geduld und Liebe begegnen sollen und dass die Einheit nicht zuerst gemacht, sondern als Gabe Gottes bewahrt wird.  Die gemeinsame Hoffnung auf den einen Herrn, den einen Glauben und die eine Taufe, so Walzer, verbinde alle Kirchen und Konfessionen über bestehende Unterschiede hinaus.

Mehrfach wurde im Verlauf des Abends deutlich, wie sehr die Gemeinden in Landshut im Miteinander gewachsen sind und einander als Geschwister im Glauben schätzen.  So wurde der Gottesdienst zur Einheit der Christen auch zu einem Hoffnungszeichen für die Stadt: Die Kirchen stehen zusammen, weil sie an einen Gott glauben, der über allem, durch alles und in allem wirkt und der Menschen zu Frieden und Versöhnung ruft.