Er verkündete in Evangelischen Kirchen und in Seniorenheimen in und um Landshut als Laie 15 Jahre lang das Wort Gottes. Nun verlässt Hans Siegert die Kanzel. Am kommenden Sonntag entpflichtet Dekanin Dr. Nina Lubomierski den Prädikanten im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes in der Erlöserkirche.
Er sagt: „Die Verkündigung des Wort Gottes als Laie ist Berufung und persönliche Haltung zugleich“. Als ehemaliger Lehrer habe er auch seine persönliche Perspektive in die Predigten mit einbringen können. Die Predigt selbst gestalten, das darf Prädikant Siegert seit zehn Jahren. Damals war er vom Lektor zum Prädikanten aufgestiegen, was ihm erlaubte, das Wort Gottes eigenverantwortlich zu verkünden. Bereits im Zeitraum 15 Jahre vorher hatte Siegert zu den Gläubigen gepredigt, damals war er als Lektor freilich an Lesepredigten gebunden. Doch darf ein Lektor in der evangelischen Kirche Gottesdienste eigenverantwortlich leiten, Lesungen vortragen, Gebete formulieren und Lieder aussuchen. Dekan Helmut Völkel hatte Siegert 2001 in der Christuskirche eingeführt. Seither hat Hans Siegert an vielen kirchlichen Ereignissen teilgenommen, in guter Erinnerung beispielsweise sind ihm die Grundsteinlegung der Jakobuskirche in Ast sowie die Landessynode in Landshut, beides Ende der 90er Jahre. 2012 ist Hans Siegert von der Christus- in die Gemeinde der Erlöserkirche gekommen.
Hier wählten die Gemeindeglieder Hans Siegert für zwei Perioden in den Kirchenvorstand. Auch in übergeordnete kirchliche Gremien brachte sich Siegert ein: Gesamtkirchenverwaltung, Dekanatsausschuss, Präsidium der Dekanatssynode, Vorsitzender des Kuratoriums der Diakonie. Pfarrer Lorenz von Campenhausen ist dankbar für dieses Engagement: „Ohne ehrenamtliche Arbeit kann Gemeinde nicht gelingen“.
Am kommenden Sonntag nun die Entpflichtung als Prädikant. Dekanin Dr. Lubomierski wird sie vornehmen. Dazu wird der Gottesdienst um 9.30 Uhr von Kirchenchor und Posaunenchor musikalisch festlich umrahmt.

