Die Advents- und Weihnachtszeit ist in den Altenpflegeheimen in Landshut und Umgebung eine besondere, oft auch schwere Zeit. Während draußen Lichterketten leuchten, werden in den Heimen Erinnerungen wach: an Familienfeste, vertraute Stimmen, an Menschen und Orte, die es so nicht mehr gibt. Die Stimmung ist vielfach stiller, nachdenklicher – manchmal auch traurig. Weihnachten macht spürbar, was verloren gegangen ist.
Gerade deshalb sind vertraute Rituale so wichtig. Wenn alte Weihnachtslieder erklingen oder die Weihnachtsgeschichte vorgelesen wird, öffnen sich auch Räume für schöne und dankbare Erinnerungen. Viele Bewohnerinnen und Bewohner können die Texte noch mitsingen, selbst wenn anderes schwerfällt. Diese Lieder und Rituale geben Halt, weil sie etwas Verlässliches in einer Zeit sind, die emotional besonders verletzlich macht.
Eine große Bedeutung kommt der haupt- und ehrenamtlichen Seelsorge in den Altenheimen zu. Oft ist es weniger das Wort als die Präsenz, das Dasein, das gemeinsame Schweigen oder ein Gebet, das Trost spendet. Seelsorge nimmt die Wehmut und Trauer ernst und hält sie aus – ohne sie wegzutrösten.
Dass diese Begleitung verlässlich geschieht, zeigt das große Engagement der Kirchengemeinden: Allein die Christuskirche Landshut hat im Jahr 2025 rund 80 Gottesdienste in ihren Altenpflegeheimen gefeiert, unterstützt von Organistin Galina Lebedeva, die seit vielen Jahren verläßlich mit ihrer Musik die Herzen der Bewohner erfreut. Die Haupt- und Ehrenamtlichen Liturgen bringen Weihnachten dorthin, wo Menschen nicht mehr selbst in die Kirche gehen können – das ist aufsuchende Kirche.
Sie Interessieren ich für ein ehrenamtliches Engagement in der Seelsorge? Sie sind herzliche eingeladen zu den Veranstaltungen der Altenheimseelsorge (siehe oben)! Wir freuen uns auf Sie!

