Am 20. März 2026 fand im Gemeindehaus der Christuskirche in Landshut die Veranstaltung „Ohne Worte – Wege der wortlosen Seelsorge“ statt. Rund 35 Teilnehmende kamen zusammen, um sich mit einer besonders sensiblen und zugleich zentralen Dimension seelsorglicher Arbeit auseinanderzusetzen: der Begleitung von Menschen dort, wo Sprache an ihre Grenzen kommt.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Begegnung auch ohne Worte gelingen kann – etwa bei Krankheit, Demenz, Erschöpfung oder am Lebensende. In solchen Momenten gewinnen andere Formen der Kommunikation an Bedeutung: ein Blick, eine Geste, eine Berührung oder schlicht das gemeinsame Aushalten von Stille. Die Veranstaltung eröffnete hierfür wertvolle Impulse und bot Raum für gemeinsames Nachdenken und Reflektieren.
Fachlich begleitet wurde der Vormittag von Pfarrerin Dr. Julia Arnold aus Nürnberg, die als Referentin hilfreiche Perspektiven und Anregungen einbrachte. Besonders lebendig und bereichernd wurde die Veranstaltung jedoch durch die Teilnehmenden selbst: Mit großer Offenheit, Erfahrung und Engagement gestalteten sie den Austausch und machten deutlich, wie viel Wissen und Sensibilität bereits in der Praxis vorhanden ist.
Hervorzuheben ist die ausgezeichnete Vorbereitung und Leitung durch die Gastgeberin, Pfarrerin Johanna Krieger. Mit viel Sorgfalt und einem feinen Gespür für das Thema schuf sie einen Rahmen, in dem sich alle Beteiligten wohlfühlen und einbringen konnten. Diese gelungene Organisation trug maßgeblich zur dichten und vertrauensvollen Atmosphäre der Veranstaltung bei.
Die Veranstaltung hat eindrücklich gezeigt: Seelsorge geschieht nicht nur im gesprochenen Wort. Gerade in der Stille können sich Räume öffnen, in denen echte Begegnung möglich wird. Für viele Teilnehmende war der Vormittag daher nicht nur fachlich bereichernd, sondern auch persönlich bewegend und nachhaltig inspirierend.

